Nordseite mit
Eingang ins Pfarrhaus
und Glockenturm
Aufnahme vom Sommer 1998
Teilansicht von
Osten mit Eingang
in die Kirche
Aufnahme vom Sommer 1998
ist eine ehemalige, darauf legen die Vorbesitzer sehr großen Wert - kleine
katholische Kirche, in Groß Vahlberg.
Zu ihrer Entstehungsgeschichte, soweit bekannt und von Nachbarn erzählt:
Gebaut wurde das Gebäude in den dreißiger Jahren des letzten
Jahrhundert ursprünglich als
“Molkereiannahme-Stelle mit Kleinproduktion”.
Die Besitzer wechselten mehrmals und während des - hoffentlich - letzten Weltkrieges
diente es zuerst als Lager für polnische, dann für
französische Gefangene. Nach dem Krieg waren wohl noch ein
paar Nazis eingesperrt.
Nach Ende des Krieges kamen viele Vertriebene aus dem Osten (heutiges
Polen) in die Gegend. Die “Katholischen” unter
ihnen stellten fest, dass sie sehr
zahlreich und gläubig, aber ohne eigenem Gotteshaus waren. Die
nächste katholische
Kirche ist, ca. 6 Kilometer entfernt in
Schöppenstedt.
Und so erwarb 1950 die katholische Kirchengemeinde Vahlberg das
Grundstück
mit ca. 1.500 m² und bauten das Gebäude als Pfarrhaus
mit integrierter Kirche um.
Im März 1951 wurde der Kirchenraum geweiht.
Die letzte katholische Messe wurde im Herbst 1997 gehalten
Im Juni 1998 wurde das Objekt verkauft. Die sakralen
Gegenstände wie Messgewänder, Altar, Tabanakel, eine
Madonna, ein Heiliger und der restliche Messwein wurden entfernt. Die
Weihwasserbecken wurden unprofessionell von der Wand gestemmt und auch
weiterer Schaden angerichtet.
Die Kirchenfahne wurde in der Mülltonne entsorgt! Wegen
"Mottenfraß". Nach dreimal Waschen, zweimal Bügeln
erstrahlte sie im alten Glanz und hängt auch wieder.
Nicht entfernt werden konnten: Ein Marienfenster (ca. 1,6 X 1,6 Meter),
ein rundes Fenster (ca. 60 Zentimeter), das Taufbecken. Sowie das
Harmonium (2-manualig, 16 Register,
Manualkopplung); es ist zwar etwas asthmatisch, aber man kann ihm noch
einige Töne
entlocken.
Eine offizielle Entweihung wurde nicht durchgeführt. Nicht,
dass etwa der Besuch des Pontifex Maximus erwartet wurde, aber eine
kleine Freier wäre angebracht gewesen.
Offensichtlich genügte eine Fernwartung!
Am 11. August 1999, dem Tag der letzten Sonnenfinsternis im letzten
Jahrtausend, wurde auch die Glocke entfernt. Und eine neue
Glocke,
die auf den Namen "Sofi" getauft wurde, aufgehängt.
Am 16. Oktober1998 war wahrscheinlich der erste und bis jetzt letzte
evangelische Gottesdienst, die
Hochzeit der derzeitigen Eigentümer.
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